Nachdem wir schon einige Zeit am Lagefeuer zusammen saßen uns Geschichten erzählten und von unseren Abenteuern berichteten, stand Hathor plötzlich auf. Die Gespräche unserer Mitglieder verstummten und alle Augen waren auf Hathor gerichtet. Nach einer kurzen Pause erhob sie ihre Stimme und verkündete uns, dass Belfala auf Grund ihrer Abwesenheit, den Posten der Behüterin nicht mehr ausführen konnte. Erstaunt blickten wir zu Hathor auf, in Erwartung, sie würde nun, nach so langer Zeit wieder selbst diesen erwürdigen Posten übernehmen. Umso größer war unser Erstaunen, als sie sich Nelor zuwandte und ihm den Posten übertrug. Gemischte Gefühle spiegelten sich auf den Gesichtern der Gilde wider, doch alle gratulierten und bejubelten Nelor. Nun sollte also ein Mensch, diese von Nachtelfen gegründete Gilde durch unsere Abenteuer führen.

Nelor ließ auch keine Zeit verstreichen und erzählte uns von einem Auftrag, den die Gilde von Ysera selbst erhalten hatte. Gemeinsam sollten wir uns in den Teufelswald begeben und dort die alten Gebetsstätten der Nachtelfen vom Bösen befreien. Gesagt, getan. In schnellem Galopp eilten wir durch die anbrechende Nacht.
Wir alle waren bereits im Teufelswald gewesen und hatten die Kreaturen, die hier lebten gesehen und gegen sie gekämpft. Sie alle waren verdorbene Wesen, so verdorben wie der Wald selbst. Und so nahmen wir unseren Auftrag natürlich sehr ernst, wollten wir doch alle Ysera dabei unterstützen den Wald wieder zu dem zu machen, was er einmal war.
Jaedenar lag vor uns, verpestet durch das Böse und bewohnt von Dämonen, Satyrn und Sukkubi. Gemeinsam stiegen wir hinab in die Tiefen der alten Gebetskammern. Wir gingen vorsichtig vor, wussten wir doch nicht, welche Gefahren hier auf uns lauerten. Canas, seines Zeichens Hexenmeister, beruhigte uns zwar unentwegt, dass dies alles nur Freunde von ihm seien, doch seltsamer Weise griffen sie auch ihn an und so blieb ihm nichts anderes übrig als mit uns gegen seine „Freunde“ zu kämpfen.
Es war ein beschwerlicher Abstieg bis hinunter ins tiefste Verließ und am Ende erwartete uns noch ein schwerer Kampf. Ein riesiger Dämon mit bösem Blick, dicken Hufen und ausgebreiteten Flügeln erwartete uns. Doch wir alle folgten Nelor in den Kampf, als dieser mit erhobenem Schwert gegen den Dämon anstürmte. Der Mut unseres Anführers schien uns unbändige Kraft zu verleihen und so streckten wir den starken Gegner schnell nieder.
Froh über unseren Triumph bemerkten wir die nahende Gefahr erst im allerletzten Moment, als schon die ersten Steinbrocken auf uns nieder fielen. Zügig zogen wir uns in einen höheren Teil der alten Gebetskammer zurück, als wir plötzlich eine leise Stimme hörten. Wir folgten ihr und fanden eine Nachtelfe vor, die in einem Käfig gesperrt war. Natürlich konnten wir die Elfe nicht dem Tod überlassen und befreiten sie aus der Gefangenschaft und geleiteten sie hinaus ins Freie. Auf dem Weg erschlugen wir die letzten Dämonen, die nun aus ihren Löchern vor uns flohen.

So endete unser Abenteuer spät am Abend. Viele Gegner ließen heute ihr Leben und für Ysera haben wir den Dämonen einen schweren Schlag zugeteilt. Doch fürchten wir, dass die Dämonen diesen Ort nicht so einfach hergeben werden und sich irgendwann mit neuer Boshaftigkeit dort niederlassen werden.

Doch seid gewarnt! Wo immer ihr euch niederlasst, wir, die Diener Yseras, werden da sein und euch vernichten…


Gez.
Goigan T. Silberhammer

Gildentreffen am 15.11.06


Lange war es her, seit wir uns das letzte Mal gemeinsam zusammen gefunden hatten. Dringende Aufgaben von all unseren Mitgliedern hatten frühere Treffen leider fortweg verhindert und so war die Freude an diesem heutigen Abend natürlich groß, als so viele von uns sich in Ashenvale eingefunden hatten. In Erinnerung an die gute alte Zeit, trafen wir uns wieder in dem kleinen Haus, das uns Nufrahda einst zur Verfügung gestellt hatte.